24h-Berufsfeuerwehrtag

Geschrieben von Christoph Herre. Veröffentlicht in News

Vergangenes Wochenende fand zum wiederholten Mal der heiß ersehnte 24-Stunden Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr statt.

Wie in den vergangenen Jahren schlüpften die Angehörigen der Jugendfeuerwehr für 24 Stunden in die Rolle eines/r Berufsfeuerwehrmannes/-frau.

Die Ausbilder Steffen Kutscher und Jannik Joos übernahmen die Vorbereitung und Durchführung von diesem Event. Frank Schelhas, ehemaliger Jugendausbilder, ist an dieser Stelle ebenfalls zu erwähnen. Er hat bei der Vorbereitung und Durchführung ebenfalls mitgewirkt und hat die „Übungseinsätze“ für die Jugendlichen wahrheitsgemäß vorbereitet und simuliert.

Nachdem die gesamte Mannschaft zur Schichtübergabe am Freitag um 18 Uhr angetreten war wurde sich mit den Fahrzeugen und Positionen vertraut gemacht, welche die Jugendlichen bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr innehatten.

Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Es ging zum Aussiedlerhof Kronenhof in Hofen. Dort lief Kraftstoff aus einem Traktor aus.

Es folgten ein Fehlalarm einer Brandmeldeanlage sowie ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person. Ein Highlight für viele Jugendliche, einmal Schere und Spreizer zu bedienen und an einem echten Auto zu schneiden.

Gegen Mitternacht kehrte langsam Ruhe in das Feuerwehrhaus ein. Kurz nach 5 Uhr alarmierte der Zentralist die gesamte Wachmannschaft noch ein letztes Mal vor dem Schichtwechsel. Ein Feuer auf einem Wiesenstück Richtung Meimsheim war gemeldet. Inzwischen schon routiniert, wurden die Fahrzeuge besetzt. An der Einsatzstelle angekommen machten sich die Atemschutzgeräteträger der beiden Löschfahrzeuge an die Brandbekämpfung während die anderen Trupps gemeinsam die Wasserversorgung aufbauten.

Um 6 Uhr stand der Schichtwechsel an. Es wurden Fahrzeuge und Positionen gewechselt, sodass die Jugendlichen vor neue und andere Herausforderungen gestellt waren. Nach einem erneutem „Fahrzeugcheck“ benötigte ein örtlicher Malerbetrieb die Hilfe der Feuerwehr. Lösungsmittel und weitere giftige Chemikalien waren ausgelaufen. Dieser sogenannte „Gefahrguteinsatz“ stellte eine neue Herausforderung dar, da dieses Szenario in den zweiwöchentlichen Übungseinheiten selten geübt wurde. Der Einsatz wurde jedoch gut bewältigt, was nicht zuletzt auf die Zusammenarbeit der einzelnen Trupps und Mannschaften zurückzuführen ist. Des Weiteren waren ein paar kleinere Einsätze für die einzelnen Mannschaften zu bewältigen. Nennenswert wäre eine brennende Mülltonne in Hofen gegen 10 Uhr und eine Unterstützung des Rettungsdienstes im Wald nahe Freudental. Doch auch die letzten Stunden des Berufsfeuerwehrtages ließen den Jugendlichen nicht mehr Zeit zum Verschnaufen. Nach dem Mittagessen wurde die Gesamte Wache in den Stadtteil Hohenstein zu einem Gebäudebrand alarmiert. Im alten Feuerwehrhaus hatte sich ein Feuer gebildet und das Gebäude so stark vernebelt, dass ein Vordringen nur schwer möglich war. Hinzu kam noch, dass Personen vermisst worden sind. Nach kurzer Zeit haben die Atemschutzgeräteträger ein Kind aus dem stark vernebelten Gebäude gerettet. Nachdem die Anzahl der vermissten Personen von mehreren auf eine reduziert wurde und das Feuer von innen und außen bekämpft worden war meldete der Einsatzleiter Einsatzende.

Um kurz nach 13 Uhr wurde die gesamte Mannschaft erneut alarmiert. Feuer in einer Schlosserei im Industriegebiet. Zur Unterstützung hat der Zentralist die Jugendfeuerwehr Besigheim alarmiert. Nach einer Lageerkundung der Fahrzeugführer sowie des Einsatzleiters wurden die einzelnen Trupps in ihre Aufgaben eingewiesen. Die Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Besigheim klappte hervorragend, sodass die vermissten Personen nach kurzer Zeit geborgen werden konnten und die Bekämpfung des Feuers von innen in Angriff genommen wurde. Nach der Erledigung der zugewiesenen Aufgaben knackten die Handfunkgeräte und der Einsatzleiter meldete „Einsatzende!“. Geschafft. Dies war der letzte Einsatz des 24 Stunden Berufsfeuerwehrtages. Nachdem die Fahrzeuge wieder geputzt und bestückt wurden war der Berufsfeuerwehrtag pünktlich um 18 Uhr zu Ende.

 

Die Jugendlichen möchten sich an dieser Stelle ganz herzlich bei den Betreuern um Steffen Kutscher und Jannik Joos bedanken, die diese 24 Stunden zu einem unvergesslichen Event gemacht haben. DANKE!