Aktive Feuerwehr

Geschrieben von Andreas Jäger. Veröffentlicht in Abteilungen

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Die Freiwillige Feuerwehr Bönnigheim verfügt derzeit über 76 aktive Mitglieder. 75 Männer und eine Frau haben es sich freiwillig zur Aufgabe gemacht, an 365 Tagen im Jahr auf Anforderung Hilfe zu leisten. Innerhalb der neuen Feuerwehrstruktur gibt es 2 Löschzüge. Diesen Löschzügen sind jeweils ein Zugführer sowie ein Stellvertreter zugeordnet. Nach einer absolvierten Grundausbildung und einem erfolgreich durchgeführten Sprechfunklehrgang werden die angehenden Feuerwehrfrauen und -männer mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet. Ab diesem Moment können sie zu jeder Tages- und Nachtzeit im Einsatzfall alarmiert werden. Sobald der Funkmelder ein Signal meldet, heißt es für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Bönnigheim sich so schnell als möglich auf den Weg in das neue Feuerwehrhaus in der Kirchheimer Straße zu machen.

 

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Dort angekommen übernimmt der erste eintreffende Feuerwehrkamerad den Platz in der Funkzentrale. Von dieser Stelle aus wird zunächst der Einsatz zusammen mit der Feuerwehrleitstelle Ludwigsburg koordiniert. Man erhält die zwingend notwendigen Daten bezüglich Einsatzart, Einsatzort, Entstehungszeitpunkt und erforderliche Mannschaftsstärke. Oftmals ist bereits schon zu diesem Zeitpunkt klar, ob zusätzliche Hilfe von umliegenden Wehren (z.B. Drehleiter) angefordert werden muss. Alle nachrückenden Feuerwehrfrauen und -männer begeben sich sofort in ihre Umkleideräume und legen im Eiltempo ihre persönliche Schutzausrüstung an. Währenddessen erhalten sie aus der Zentrale über eine Lautsprecherdurchsage wichtige Informationen zum Einsatz.

 

 

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In der Fahrzeughalle, die Platz für 5 Fahrzeuge sowie Anhänger und Schlauchwägen bietet, werden die Fahrzeuge nach und nach personell bestückt. Zunächst rückt das LF (Löschfahrzeug) 16/12 aus.

Dieses hat neben einer Grundausstattung beispielsweise zusätzlich einen Hilfeleistungssatz (Schere, Spreizer, Stempel) an Bord. Je nach Einsatzgröße folgen ihm die beiden LF 8/6, der Mannschaftstransportwagen sowie das Tanklöschfahrzeug.

 

 


Am Einsatzort angekommen heißt es volle Konzentration. Es gilt in kürzester Zeit mit Hilfe von Einsatztaktik, personeller Organisation, Weitblick und persönlichem Engagement das Feuer zu löschen, die eingeklemmte Person zu befreien, das Tier zu retten, das Öl aufzunehmen oder den umgestürzten Baum von der Straße zu entfernen. Diese Aufzählung könnte noch um ein Vielfaches fortgeführt werden. In diesem Moment stehen die aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unter extremer physischer und psychischer Belastung.

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altNach Beendigung des Einsatzes müssen alle im Einsatz benötigten Utensilien wieder in den Fahrzeugen verstaut werden, bevor der Weg zurück ins Feuerwehrhaus angetreten werden kann. Dort wartet weitere Arbeit auf die Feuerwehrfrauen und -männer. Beispielsweise müssen die Fahrzeuge neu bestückt, die Schläuche getauscht, Atemschutzgeräte gerüstet, Kraftstoff aufgefüllt sowie Fahrtenbuch und Einsatzbericht geschrieben werden. Im Anschluss daran findet die Nachbesprechung zum Einsatz statt. Falls psychologische Hilfe gebraucht wird, kann ein Seelsorger angefordert werden.

 

 

 

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Damit die aktiven Feuerwehrkameraden ihre Einsatzaufgaben gut bewältigen können, ist ein permanenter Übungsbetrieb von Nöten. Hierbei kommt es insbesondere darauf an, dass die Übungen einsatzrealistisch durchgeführt werden.

 

 

altBei der Ausarbeitung von Übungsszenarien sind den Führungskräften deshalb keine Grenzen gesetzt. Eine hervorragende Ergänzung zum bisherigen Übungsbetrieb ist der neue Übungsturm, mit dessen Hilfe sowohl die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, als auch die aktiven Feuerwehrkameraden bestimmte Einsatztechniken in einer gewissen Höhe üben können.

Des Weiteren soll das Vertrauen der Kameraden untereinander im Rahmen der Übungen gefestigt werden, denn dieses ist die Grundlage für einen aktiven Feuerwehrdienst.

 

 

 

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In Ergänzung des praktischen Übungsbetriebs sind feuerwehrspezifische Weiterbildungen zwingend erforderlich. Diese können unter den besten Voraussetzungen im neuen Schulungsraum im Obergeschoss des Gebäudes abgehalten werden. Darüber hinaus eignen sich die Räumlichkeiten mit anschließender Küche für die Durchführung von Ausschusssitzungen und Jahreshauptversammlungen ebenso wie zur Kameradschaftspflege.