Die Geschichte der Feuerwehr Bönnigheim - Seite2

Geschrieben von Andreas Jäger. Veröffentlicht in Uncategorised

1941 wurde die Schlagkraft der Feuerwehr durch eine weitere Motorspritze, eine TS 8 der Firma Bachert, erhöht. 1943 erhielt die Hohensteiner Wehr ihre erste Motorspritze und im Jahr darauf bekam auch Hofen, durch den Landesbranddirektor, eine TS 8 von Bachert.

Immer mehr Angehörige der Feuerwehr wurden zur Wehrmacht herangezogen, so dass 1943 eine Frauengruppe aufgestellt wurde, die als Ergänzungsgruppe bis zum Kriegsende, bereitstand.

Am 1. April 1945 brannte ein Nebengebäude des Hofguts Bellevue aufgrund einer Fliegerbombe ab. Sechs Tage später, am 7. April, fand der Hauptangriff auf Bönnigheim durch die französische Artellerie statt. Dabei wurden 24 Wohnhäuser und 21 Scheunen durch den Großbrand zerstört, ebenso wie das barocke Rathaus. Die Feuerwehrangehörigen versuchten vergeblich zu löschen. Zudem wurden die Löscharbeiten durch Panzer behindert, die über die Schläuche und Standrohre fuhren.

Nachdem der Krieg zu Ende war musste auch die Feuerwehr wieder neu organisiert werden und neue Löschgeräte angeschafft werden. So wurde im Juli 1946 eine Tauchpumpe bei der
Firma Ritz & Schweitzer bestellt die dafür per Eilgut 25 kg Altmetall erhielt.

1952 erhielt dann die Feuerwehr Bönnigheim ihr erstes Feuerwehrauto, ein LF 8 auf einem Ford FK 2000 mit Aufbau der Firma Bachert.

1955 wurde ein weiteres Fahrzeug angeschafft, ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Daraufhin wurde der vorhandene Tragkraftspritzenanhänger zum Waldbrandgeräteanhänger umgebaut.

Am 20. April 1957 wurde in Hofen ein Tragkraftspritzenanhänger mit neuer TS beschafft.

1960 begann der Bau des Rettungszentrums, wo Feuerwehr, Rotes Kreuz und DLRG eine gemeinsame Heimat fanden. Die offizielle Einweihung  war am 8. Juli 1961.

1964 beging die Feuerwehr Bönnigheim ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Kameradschaftsabend am 23. Mai. Im selben Jahr wurde mit der "Weckerlinie" die "stille Alarmierung" eingeführt.

Ein Schlauchwagen mit 15 B- und 2 x 5 C-Schläuchen ergänzte 1965 die Feuerlöschgeräte in Hofen.

1968 wurde ein TLF 8 aus dem zivilen Bevölkerungsschutz der Feuerwehr Bönnigheim überlassen.

1969 schaffte sich die damals noch selbstständige Gemeinde Hohenstein ihr erstes Feuerwehrauto an, einen Ford Transit von der Firma Barth als Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) umgebaut. Das Fahrzeug wurde im neuen Feuerwehrhaus untergebracht, welches im selben Jahr fertiggestellt werden konnte.

1970 wurde in Hofen das erste Feuerwehrauto gekauft. Ebenfalls ein Ford Transit, jedoch von der Firma Ziegler zum TSF umgebaut.

Am 26. April 1971 konnte in Bönnigheim das neue LF-16-TS in Dienst gestellt werden, welches das vom TÜV nicht mehr zugelassene LF 8 ablöste.

Im Zuge der Gemeindereform wurde Hohenstein 1972 und Hofen ein Jahr später in Bönnigheim eingemeindet. Dabei wurden auch die drei Feuerwehren zusammengeschlossen (als drei Abteilungen), wobei jede ihren Standort beibehielt.

Im Mai 1976 konnte das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, welches heute noch im Einsatz ist, in Betrieb genommen werden. Es ersetzte das TLF 8, das wieder an den zivilen Bevölkerungsschutz zurückgegeben wurde. Im gleichen Jahr wurde die Altersabteilung der Bönnigheimer Feuerwehr gegründet, die zur Kameradschaftspflege der ausgeschiedenen Feuerwehrmänner dient.

Die ortsansässige Firma Amann & Söhne spendete am 2. April 1980 den ersten Rettungssatz mit Schere und Spreizer.
Ebenfalls 1980 wurde ein Mannschaftstransportwagen (MTW) der Marke Mercedes Benz/Bachert angeschafft.

1984 lösten die neuen Funkmeldeempfänger die "Weckerlinie" als Alarmierungssystem ab.

1986 wurde das Feuerwehrmagazin Bönnigheim einer gründlichen Renovierung unterworfen. Ein Anbau für die Spinde garantiert mehr Platz beim Umziehen der Feuerwehrmänner für den Einsatz. Die Dachdeckung und die Tore wurden erneuert. Eine neue Küche und ein neues Sitzungszimmer vervollständigten die Renovierung.

Das 125-jährige Jubiläum der Feuerwehr Bönnigheim wurde im Jahre 1989 groß gefeiert. Am 23. Juni fand der offizielle Festakt statt, einen Tag später die Hauptübung am Marktplatz.  Das Festwochenende wurde am Samstag, dem 1. Juli mit einer Ausstellung zum Thema Sonderfahrzeuge - Umweltschutz, am Festplatz beim Freibad, eröffnet. In der Festhalle fand der 6. Kreisfeuerwehrtag statt. Der große Festumzug fand am Sonntag, dem 2. Juli statt und endete am großen Festzelt beim Freibad. Das Festwochenende wurde am Montag mit einem Großen Zapfenstreich beendet. Im Herbst des Jubiläumsjahres konnte auch das neue Hofener Feuerwehrmagazin eingeweiht werden.

Am 1. September 1992 wurde die Jugendfeuerwehr Bönnigheim gegründet.

1994 wurde unser heutiges LF 16/12 angeschafft und löste somit das LF 16-TS in Bönnigheim ab.
Das LF 16-TS kam dann zur damaligen Abteilung 3 (Hofen) wo es das vorhandene Tragkraftspritzenfahrzeug ablöste.
Im gleichen Jahr wurde in Hohenstein das neue Feuerwehrmagazin fertiggestellt.

1996 erhielt die ehemalige Abteilung 2 (Hohenstein) ein neues LF 8/6, womit das alte Tragkraftspritzenfahrzeug von 1969 ausgedient hatte.

1999 wurde auch in Hofen ein LF 8/6 stationiert. Das alte LF 16-TS wurde in unsere ungarische Partnerstadt  Balatonboglár überführt.

Ein Mercedes Sprinter wurde im Jahr 2003 als neuer MTW angeschafft. Die Bönnigheimer Partnerstadt, Balatonboglár in Ungarn, durfte sich über den Vorgänger freuen.

2007 entschloss sich der Gemeinderat zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr, alle drei Einsatzabteilungen (Bönnigheim, Hohenstein, Hofen) an einem geeigneten Standort zusammenzulegen. Hierzu musste ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden, das am 29. Oktober 2010 offiziell eingeweiht wurde.